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Lfg. 1/15
5700 Dehnen, Dietrich; Erchinger, Heie; Oetjen-Dehne, Rüdiger; Krause, Peter; Dehne, Iswing
Ansätze zum Ausbau der getrennten Erfassung von Biogut in Deutschland
Approaches to the development of separate collection of biowaste in Germany
 
In Deutschland werden bislang rund 3,4 Mio. Mg Grünabfall und 3,9 Mio. Mg Biogut (= Küchen- und Gartenabfälle) bei privaten Haushalten getrennt erfasst und verwertet, während rund 4,8 Mio. Mg Organik immer noch als Restabfall entsorgt werden. Um die getrennte Erfassung flächendeckend auszubauen, ist aber nicht nur in den rund 60 Landkreisen, die bisher keine Biotonnensammlung planen, ein Erfassungssystem neu einzuführen. Es ist auch der Bestand in Richtung einer Steigerung der Erfassungsmengen zu optimieren. Anhand von Ergebnissen des UFOPLAN-Projektes „Verpflichtende Umsetzung der Getrenntsammlung von Bioabfällen“ untersucht dieser Beitrag zunächst die Einflussgrößen auf die getrennt erfasste Biogutmenge und quantifiziert die maßgeblichen Steuerungsgrößen zum Ausbau der getrennten Erfassung. Diese können auch genutzt werden, um die Miterfassung von Grüngut und bisher eigenkompostierter Mengen mit dem Sammelsystem Biotonne zu steuern. Bei der Richtungsbestimmung ist zu hinterfragen, ob der bisher auch kostenmotivierte hohe Stellenwert der Eigenkompostierung und Eigenverwertung noch mit der Praxis übereinstimmt. Erste Arbeitsergebnisse zeigen, dass im Falle einer hochwertigen Verwertung die Mengenverlagerung in die Biotonne positive Effekte (Minderung von Treibhausgasemissionen, Reduzierung der Überdüngung) bewirken kann.

Die Abschätzung der mittels Biotonne bundesweit erfassbaren Biogutmenge mittels Szenarioberechnung zeigt, dass die Erfassungsmenge je nach Anschlussgrad an die Biotonne (zwischen 70 und 100 %) um 2,5 bis 5,2 Mio. Mg/a gesteigert werden kann. Um gleichzeitig die Kaskadennutzung auszubauen, ist es wünschenswert, von der Gestaltungsmöglichkeit des § 8 Abs. 2 KrWG Gebrauch zu machen und die Rahmenbedingungen für eine hochwertige Verwertung von Biogut bundeseinheitlich festzulegen.
 
Around 3.4 million tons of green waste and 3.9 million tons of kitchen and garden waste from private households are collected separately and recovered until now, while 4.8 million tons still remain in the residual household waste. The recycling of biowaste can be significantly strengthened by offering a comprehensive separate collection system at the source and by optimizing existing collection systems.
Basing on the results from a R&D-study this paper at first examines the variables that determine the separately collected biowaste and afterwards quantifies the relevant performance measures for the development of separate collection. This can also be used to control the simultaneous collection of green waste and the amounts of backyard composting by using the biowaste bin collection system. In general it is questionable whether the mostly cost motivated significance of backyard composting still agrees with the practice. Initial work results indicate that in case of high quality recycling the separate collection can cause more positive effects (reduction of greenhouse gas emissions, reduction of eutrophication) than backyard composting.

Scenario calculations show that the quantity of source-separated biowaste can be increased by 2.5 to 5.2 million tons per year depending on the extent of biowaste collecting coverage of 70 % to 100 %. For a simultaneous expansion of high quality recycling by combining material recycling and energy recovery it is desirable to make use of § 8 paragraph 2 Waste Management Act of 2012 (KrWG) to stipulate equal conditions nationwide.

biowaste – Separate collection – Steering instruments – Private Recycling – Backyard composting – High quality recycling
 Sachworte: Bioabfall, Bioabfälle
 
   
Ansätze zum Ausbau der getrennten Erfassung von Biogut in Deutschland
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