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Lfg. 1/12
1560 Münster, Gerold
Einführung eines Sockelbetrages in der Straßenreinigungsgebühr
Introduction of a basic rate into the street cleaning charge
 
Die Straßenreinigung ist in Deutschland als öffentliche (Pflicht-) Aufgabe normiert. Insbesondere in den Großstädten wird die Straßenreinigung als gebührenfinanzierte öffentliche Einrichtung betrieben. Für die Kalkulation der Gebühren sind dementsprechend die strengen verfassungs- und kommunalabgabenrechtlichen Grundsätze (Äquivalenzprinzip, Gleichbehandlungsgrundsatz, Kostendeckungsgebot) und Vorschriften zu beachten. Bislang haben sich für die Kalkulation der Reinigungsgebühren fast ausschließlich Gebührensysteme bewährt und als zulässig heraus gestellt, welche im Grundsatz auf die Reinigungshäufigkeit abstellen und im Gebührenmaßstab entweder mit dem Frontmeter- oder dem Flächenmaßstab kombiniert werden. Dabei erfolgt zumeist eine proportionale Gebührenstaffelung in Abhängigkeit von der Reinigungshäufigkeit. Soweit die Reinigungszyklen im städtischen Reinigungsgebiet stark differieren, ergibt sich eine unterschiedliche Fixkostendeckungsrate für die einzelnen Reinigungszyklen. Verringern sich dann noch die Reinigungslängen in den hohen Reinigungszyklen (mehrfach wöchentliche Reinigung) gegenüber den niedrigen Reinigungszyklen (alle vier Wochen), so tragen die hohen Reinigungszyklen überproportional zur Fixkostendeckung bei, während die niedrigen Reinigungszyklen unangemessen niedrige Fixkostenanteile aufweisen. Als preispolitische Lösung für dieses Dilemma bietet sich ein grundpreisgestütztes Verrechnungsmodell an. Dabei werden kostenseitig zunächst die (anteiligen) Fixkosten separiert und ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Reinigungszyklen proportional auf alle Maßstabseinheiten umgelegt (einfache Divisionskalkulation). Dieser Preisbestandteil bildet den sogenannten Sockelbetrag ab. Wird dieser nun mit dem linear entsprechend der Reinigungshäufigkeit ansteigenden Reinigungspreis kombiniert, entsteht in der Wirkung ein (arithmetisch) degressiv mit der Reinigungshäufigkeit steigender (Gesamt-) Gebührensatz. Dieser bildet eine verursachungsgerechtere Fixkostenverteilung ab.
 
In Germany public city cleaning has to be done by the municipal authorities. Especially in cities this is carried out under local law and financed by charges. Thus when calculating the charges the strict principles of local law and fundamental rights and regulations (equivalence, equality, cost recovery) need to be paid attention to. So far there have almost exclusively been recovering systems considering the frequency of cleaning combined with different measuring units (either length or square measure for instance). Mostly there is a proportional scaling rate for the recovered charges depending on the frequency of cleaning. In case the cleaning intervals in the designated city areas strongly differ from one another there subsequently is a different rate of covered fixed costs for these cleaning intervals (cleaning classes). If on top of that changes of the output volume away from the higher frequent (frequent weekly cleaning) to the less frequent ones (every four weeks) occur, the frequent cleaning classes contribute more to the covering of fixed costs while the less frequent ones have inappropriately low rates of covered fixed cost. Applying an internal transfer pricing model constructed by a base price might serve as a solution of price policy to that problem. As regards the costs first the fixed costs are separated (partially). Without considering the different cleaning classes these fixed costs are now put on a simple output costing considering proportionally all measuring units. This part of the tariff rate reflects the so-called basic rate. Combining this basic rate with the tariff rate which is rising in a linear way in accordance with the frequency of cleaning the result is a rising (total) tariff rate which is (arithmetically) digressive in its nature while taking into account the frequency of cleaning. Eventually this concept allocates the fixed cost to processes and cleaning classes according to their actual origin and reason.

Charges – Street cleaning – Basic rate – Costs – Calculation of charges for street cleaning – Saxonia – Calculation of charges – Winter service
 Sachworte: GebührenKostenSachsenStraßenreinigungWinterdienst
 
   
Einführung eines Sockelbetrages in der Straßenreinigungsgebühr
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